10 Jahre Jugendmissionseinsätze Reach Meck-Pom

Was am Anfang eine missionarische Vision für Mecklenburg-Vorpommern war, wurde ein Jahrzehnt mit Jugendmissionseinsätzen, die die Sommerferien der letzten Jahre bei vielen jungen Leuten geprägt haben. Angefangen hat alles vor sogar 12 Jahren, als Stefan Lepp, der damalige Leiter von „Teens in mission“ (Liebenzeller Mission) in Parchim und Schwerin mit je einem kleinen Team auf die Straße ging, um durch junge Leute auch wieder junge Leute mit dem Evangelium zu erreichen.Vor 10 Jahren, also 2001, startete dann zum ersten Mal „Reach Meck-Pom“ mit einem Vorbereitungskongress im Hansa-Gymnasium in Stralsund. Über 400 Teenager und Jugendliche, vorwiegend aus Baden-Württemberg, waren am Start, um anschließend in fast 20 Einsatzorten in Mecklenburg-Vorpommern missionarisch aktiv zu sein mit: Jugendabenden, Straßeneinsätzen, Kindertagen, Gottesdienste, Strandeinsätze.
So ging es dann Jahr für Jahr weiter. Von 2002 – 2005 waren die Kongresse dann in der Fachhochschule in Stralsund. Seit 2006 übernahmen wir Liebenzeller Missionare zusammen mit den Verantwortlichen der beiden EC-Verbände in MV die Leitung. Stefan Lepp zog mit dem Projekt weiter nach Österreich. 2006 kamen 50 junge Leute ins Gemeinschaftshaus nach Neubrandenburg, bevor von 2007 – 2009 der Kongress in die Niklot-Schule, einer Berufsschule in der Schweriner Innenstadt, umzog.
Durch unseren privaten Umzug von Schwerin nach Bad Doberan im Sommer 2010 haben wir noch einmal den Kongressort gewechselt. Letztes Jahr haben wir das „Haus Gottesfrieden“ bevölkert und in diesem Jubiläumssommer durften wir die Räume der Christlichen Münsterschule hier in Bad Doberan nutzen.
Trotz der verschiedenen Orte ist eines immer geblieben: Junge Leute von 14 – 25 Jahren haben Jahr für Jahr zwei Wochen ihrer Ferien oder Urlaubstage geopfert, um Kindern und Jugendlichen in unserem Bundesland Jesus groß zu machen. Dabei ist viel passiert. Viele dieser Teilnehmer aus MV sind heute im Theologiestudium und/oder sind treue Mitarbeiter in den Gemeinschaften geworden. Sie haben Leidenschaft im täglichen Glaubensleben entwickelt und sind auch schon in den letzten Jahren von Reach Meck-Pom als Referenten in den verschiedensten Bereichen aktiv mit dabei gewesen.

Wir danken aber auch den vielen jungen Leuten aus Süddeutschland, die uns Jahr für Jahr mit ihrer tollen Art bereichert haben.
In all den Jahren gab es immer das gleiche Motto: Die Jungs waren die „Prinzen“ und die Mädchen die „Prinzessinnen“. Jedes Jahr gab es Einsatz-T-Shirts mit dem Untertitel „Mein Vater ist König“. Dieses Wiedererkennungsmerkmal hat uns in den Orten, wo wir mehrmals waren, sehr geholfen. Zum Beispiel 2006 in Anklam (Vorpommern): Wir waren mit unseren T-Shirts beim Ordnungsamt, um unsere Markteinsätze anzumelden. Auf dem Marktplatz kamen uns dann Jungs aus der Stadt entgegen, sahen die Shirts und riefen uns zu: „Schön, dass Ihr wieder da seid.“ Keiner aus unserem Team war vor 2006 dort im Einsatz, aber die T-Shirts wurden in den Jahren davor zum Markenzeichen für gutes Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche. Viele Teilnehmer haben in diesen Tagen zur ersten Mal in ihrem Leben gepredigt und Zeugnisse mit persönlichen Erfahrungen weitergegeben.
In diesem Sommer waren zum Jubiläum 30 Prinzen und Prinzessinnen in drei Orten (Wismar, Sassen-Trantow und Bad Doberan) zu Kindertagen / Zeltlagertagen im Einsatz.
Nun, nach 10 Jahren ist erst einmal Schluss. In den nächsten zwei Jahren gibt es keine passende Ferienzeitüberschneidung der Sommerferien von MV und Baden-Württemberg. Als Ersatz findet 2012 in der zweiten Ferienwoche im Sommer eine „Kinder-Abenteuerland-Freizeit“ im Haus Gottesfrieden, Bad Doberan statt.
Ob und ab wann Reach Meck-Pom wieder startet, ist noch nicht sicher. Wir werden Gespräche mit den Gemeinschafts- und EC-Jugendverbänden in Norddeutschland aufnehmen und sind gespannt, was dabei herauskommt.
Bedanken möchte ich mich besonders bei Gabi & Thomas Bast, Dagmar Zimmermann, Danilo Wilkens, Hartmut Stropahl, Daniel Queisser, Andreas Eibich und Elisabeth Walter, die in den letzten Jahren im Leitungsteam mitgearbeitet haben. Aber der größte Dank geht an unseren Chef Jesus Christus, der uns in all den Jahren mit viel Segen beschenkt hat.
Tipp und Einladung: Als Dankeschön wird es vom 28.12.2011 – 02.01.2012 eine Silvesterfreizeit mit einem Reach-Meck-Pom – Nachtreffen in Bad Doberan geben.
Christoph Scharf