111 Jahre Gemeinschaftsarbeit in Neustrelitz

Jahresfest MST 2011Fröhlich, fröhlich ist das Volk, dessen Gott ist der Herr!
Unser Jahresfest war ein sehr fröhliches Fest mit Gästen aus nah und fern, von Schleswig-Holstein (Uetersen) bis nach Brandenburg (Bindow). Etwa 65 Personen feierten diesen besonderen Tag. Erinnerungen wurden wach – anhand einer Foto- und Textausstellung von der Entstehung und dem Werdegang (Gründerzeit bis heute), durch eine Dia-Show am Nachmittag und natürlich in den vielen, vielen Gesprächen. Vormittags kamen wir zum Gottesdienst zusammen. Festprediger war Sieghard Reiter aus der LKG Rostock. Viele Grußworte erreichten uns. Eine fröhliche Tischgemeinschaft gab es um die Mittagszeit: wir ließen uns eine deftige Gulaschsuppe schmecken. Musikalisch wurde dieser Tag besonders durch Gesang, Bläser, Bratsche, Keyboard und Klavier umrahmt. Mit Kaffee und Kuchen und vielen Gesprächen verging die Zeit viel zu schnell. Wir werden diesen Tag noch lange in Erinnerung behalten.
Doris Mohs

Hochbetagt und dennoch getragen durch Gottes Gnade und Barmherzigkeit!
Wie ein Fass ohne seine Metallreifen auseinander fällt, so sind wir, die kleine Schar der Neustrelitzer LKG, auch ohne Christus und ohne seine vergebende Liebe und ohne seine tragende Barmherzigkeit. 111 Jahre hat unser Herr die Arbeit in Neustrelitz getragen und gesegnet. Einen geistlichen und geschichtlichen Rückblick weit in die Vergangenheit bis zu den LKG MSTAnfängen der LKG ließ viele Gesichter und Gemüter aufhellen. So manch ein Kommentar der Besucher, von den Geschwistern Harder, Urbanski, Wienß, Klett – um nur einige zu nennen – ließen die Vergangenheit wieder lebendig werden. Als gelernter Gärtner war mir auch die reichhaltige Blumenpracht eine besondere Freude. Sieghard Reiter sprach über Markus 4, 26-29 und das Thema „ Wir sollen säen, Gott aber lässt wachsen”. Hierbei legte er das Gewicht auf die Aussage, dass wir von Gott den Auftrag des Aussäens seines Wortes haben. Den Rest wirkt Gott! Wachsen lassen und Ernten ist nicht unsere Aufgabe – das sollen und dürfen wir getrost Gott überlassen. Die Worte von Prediger Sieghard Reiter belebten, stärkten und erfreuten sehr.
Alexander Mohs

Ein kurzer Blick in die Geschichte
Im Jahr 1900 trafen sich Menschen zu einer Bibelbesprechstunde im „Luisenstift”. Am 1.Mai 1910 wurde das 1.Neustrelitzer Gemeinschaftshaus eingeweiht. Dieses Haus brennt am 3. Mai 1945. Es gelingt, ein Notdach zu errichten und so kann man sich zu den Veranstaltungen, Bibelstunden, Chorstunden wenigstens im Keller der Ruine treffen. Das Haus darf nicht wieder aufgebaut werden. Die erreichte „Notlösung” dient nicht 3 Monate, auch nicht für 3 Jahre! Es Gemeinschaftshaus MSTbeginnt ein Kampf mit den Behörden, welcher erst mit dem Bau des heutigen 2. Gemeinschaftshauses in der Sassenstraße ein Ende findet. Im Jahr 1966 gibt es endlich die Baugenehmigung für das heutige Haus. In der Sassenstraße muss zunächst die alte Bebauung abgebrochen und Baufreiheit geschaffen werden. So wird selber Hand angelegt. Baumaterial, Technik und auch Arbeitskräfte waren sehr, sehr knapp. Also folgten viel Handarbeit und der Einsatz von Pferd und Wagen! Es kamen auch Glaubensgeschwister aus den Nachbargemeinschaften, um zu helfen. Endlich am 31. Mai 1971 darf Einweihung gefeiert werden.
Georg Mohs