Das Krippenspiel geht in die Hose
Es ist der 18. Dezember. Generalprobe ist angesagt. Für das Krippenspiel. Morgen am Sonntag, dem 19.12. soll in der LKG Schwerin die erste Aufführung laufen – und es fehlen Kinder, andere können den Text nicht und unser Techniker Lukas steckt im Schnee – Katastrophe!! Hand aufs Herz! Wer hat schon mal ein Krippenspiel erlebt, bei dem zur Generalprobe alles klar war? Ich jedenfalls nicht.Diesmal hatten wir uns als schulkooperatives Projekt mit der Schelfkirche und der Heineschule kein Musical vorgenommen, sondern ein normales Krippenspiel. 27 Kinder blieben von den 36 angemeldeten nach den ersten beiden „Probiertreffen” dabei. Schön war es, den Kindern die Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Einigen war sie ganz neu.
Beim Rollenverteilen wollten 16 Kinder Engel sein. Die Wirte- und Hirtenrollen waren nicht so beliebt. Die Kinder konnten sich wohl wenig darunter vorstellen.
Und dann hatten wir eine Oma mit zwei Enkelkindern, eine Mutter und einen Jesus zu vergeben. Nein, nein, nicht das Kind in der Krippe, sondern einen „erwachsenen” Jesus, quasi die Hauptrolle mit der Oma zusammen, was die Rollenanteile betraf.
Mit der Rahmenhandlung sollte deutlich werden, dass die Geburt Jesu von damals der Beginn einer großen Veränderung in dieser Welt war, die bis heute anhält. Der erwachsene Jesus lässt sich eine schlechte Mathearbeit, eine kaputte Süßigkeitendose und auch Wut und Trauer „schenken”. „Du kannst mir alles bringen, was fehlerhaft ist oder zerbrochen ist. Ich will dir helfen und es wieder heil machen.” sagt Jesus in dem Krippenspiel. Ob die Kinder, die Zuschauer und Gottesdienstbesucher das begriffen haben?
Übrigens haben alle drei Aufführungen gut geklappt, sowohl in der Erst- als auch in der Zweitbesetzung. Die Kinder haben souverän ihre eigenen Wortdreher gemeistert und die Licht- und Tontechnik war auch in Ordnung.
Vielen Dank an alle Kinder, Eltern, Techniker.
Martin Zimmermann, Schwerin



