Erlebte Gemeinschaft
Im wahrsten Sinne des Wortes haben wir uns auf den Weg gemacht, wieder einmal so wie in den vergangenen Jahren – auf einen Weg der erlebten Gemeinschaft und auf einen Weg der Christen in Mecklenburg. 42 Reisende aus der LKG Rostock waren am 27. Juni unterwegs auf den Spuren der Christianisierung im Westen Mecklenburg. In das Gebiet der warnabi (Warnower), einem Stamm der West-Slawen oder auch Wenden, um ihr Siedlungsgebiet zu erkunden. Aber vor allem die Spuren der Christianisierung Mecklenburgs lagen uns am Herzen. Kloster Tempzin mit dem Antoniter-Orden, einem Bettelorden, war die erste Station. Danach entdeckten wir die Slawenburg und Siedlung Groß Raden. Zwei Führer begleiteten uns durch die über tausendjährige Geschichte der Siedlung. Das kleine Städtchen Sternberg und seine Kirche mit der Heiligblutkapelle und der Geschichte der angeblichen Hostienschändung war unsere nächste Station. Von dort ging es dann weiter zum Kloster Rühn, einem Zisterzienser-Frauenkloster. Kaffee und Kuchen warteten schon auf uns. Und auch eine Führung durch das
Kloster mit Geschichten von eingemauerten Nonnen gehörte auch dazu.
Natürlich wäre da noch die Sagsdorfer Brücke (Einführung der Reformation in Mecklenburg am 20.06.1549), das Warnowdurchbruchstal und andere interessante Punkte am Rande der Fahrt zu erwähnen.
Gemeinschaft unterwegs – wir haben uns aufgemacht und Neues entdeckt. Altes Vertrautes hat uns begleitet. So haben wir wieder ganz neu Gemeinschaft erlebt.
Sieghard Reiter, Rostock



