Licht für andere sein – Landeskirchliche Gemeinschaft in Güstrow feierte 100 Jahre

Bläser LKG GüstrowEine 100 Jahre alte Dame oder einen Herrn brauchte man in Güstrow nicht zu suchen, wenn auch ein solcher Geburtstag im dortigen Bürgerhaus kürzlich gefeiert wurde. Die Damen und Herren, die zu diesem Jubiläum kamen, waren ebenfalls wesentlich jünger. Schließlich wurde das 100-jährige Bestehen der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) Güstrow begangen. Dazu kamen Gäste von weither, unter anderem aus Neumünster, der Partnergemeinde.Mit dem Konzert am Freitagabend gab es einen wohltuenden Einstieg in die Festlichkeiten. Der christliche Liedermacher Siegfried Fietz verstand es, alt und jung abzuholen und sie mit in das Programm einzubeziehen. Kein Wunder, dass viele seine Texte sofort mitsangen. Schon vor Grenzöffnung hatten Kassetten des Liedermachers die Runde gemacht.
Prediger LKG GüstrowAn einem Geburtstag wird oftmals auf vergangene Zeiten zurück geschaut, Erinnerungen werden hervorgekramt. Zur Festveranstaltung am Sonnabend hatte fast jeder Festredner eine alte Episode aus dem Gemeindeleben zu erzählen. So berichtete Uwe Stiller, früher Prediger in Güstrow, aus der Wendezeit. „Es war eine geniale Zeit, in der uns Gott viel geschenkt hat”, erinnerte er. Das Problem der Menschen bestehe nur leider oft darin, dass sie auf Probleme geradewegs fixiert seien. „Wir schauen immer nur auf Schwierigkeiten, statt auf den Horizont zu sehen”, sagte er. Er machte Mut, auf schöne Projekte zu schauen, die gut laufen.
Leuchtturm in GüstrowIn der LKG ist dies unter anderem der „Leuchtturm”. Ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche auf dem Distelberg. Diese Arbeit wurde von wenigen Jahren begonnen und von ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie Praktikanten der Gemeinde durchgeführt. Ein Beispiel dafür, dass die Gemeinde nicht nur für sich selbst lebt, sondern auch anderen Menschen Licht sein möchte. In etwas anderen Worten hob Klaus Weckwerth, Vorsitzender der LKG, dies hervor. „Die Landeskirchliche Gemeinschaft Güstrow ist für viele Menschen zur Heimat geworden”, sagte er. Darum wollten sie auch weiterhin ihren Glauben leben und davon weiter sagen. Abschluss der Festlichkeiten war ein gemeinsamer Gottesdienst im Dom.
Sieglinde Seidel, Güstrow