Schlimmer als die kleinen Kinder – Kreative Konfliktlösung in Gemeinden

Beth EmmausIn der Zeit vom 11. – 12. März 2011 fanden sich 26 Geschwister aus dem MGV im Christlichen Gästehaus Beth-Emmaus in Loiz zusammen, um sich mit einem kreativen Umgang mit Konflikten in der Gemeinde zu befassen. Durch den Referenten Rolf Trauernicht, Leiter vom Weißen Kreuz (Evangelischer Fachverband für Sexualethik und Seelsorge) wurden die Teilnehmer in diesen beiden Tagen in Form von Vorträgen und Rollenspiel mit der Thematik vertraut gemacht. Es waren zwei humorvolle, anregende und inhaltsreiche Tage. Fortbildung für Vorsitzende 1In dem Seminar wurden die Teilnehmer mit ihrem eigenen Umgang mit Konflikten in Berührung gebracht und zum Nachdenken angeregt. Es wurde darüber gesprochen, welche Konflikte es gibt, was die Bibel zum Umgang mit Konflikten sagt, wie die Hintergründe von Konflikten verstanden werden können und wie praktische Hilfen für die Lösung von Konflikten aussehen. In der Abschlussrunde des Seminars hatte jeder die Möglichkeit zu sagen, was für ihn oder sie interessant war. Jeder scheint mindestens eine Anregung mit nach Hause genommen zu haben.
Ich möchte meine Erkenntnis aus dem Seminar kurz zusammenfassen: Konflikte – Keiner will sie, jeder hat sie und alle brauchen sie.
Rolf Trauernicht (MGV)Nanu -, alle brauchen sie? Also, ich brauche die nicht! Doch da wo Menschen wirklich in Beziehung treten wollen, müssen sie einander begegnen. Und Gemeinde ist nun mal ein potentieller Ort der Begegnung von zum Teil ganz unterschiedlichen Menschen, mit unterschiedlichen Vorstellungen, unterschiedlichen Erwartungen und unterschiedlichen Lebensgeschichten. Damit haben wir nicht nur einen Raum der Vielfalt, sondern auch einen Nährboden für Konflikte. Und Konflikte können weh tun. Doch mit einem Zitat nach Rolf Trauernicht aus den Unterlagen: „Wo der Schmerz ausgespart wird, wird auch die Freude an Beziehungen ausgespart.” Tja, Konflikte gehören wohl doch leider auch dazu, wenn wir nicht alleine sein wollen.
Neben der Beschäftigung mit dem Thema Konflikt, hatten alle Geschwister die Möglichkeit zu einer guten und fröhlichen Gemeinschaft bei den Mahlzeiten und einem angenehmen Tagesausklang. Es war eine reiche Zeit und hätte ruhig noch ein wenig andauern können.
Gustav Spiegelberg (LKG Wismar)