Wie Beziehungen gelingen
Alle haben sich gut sortiert. Sehr eindrucksvoll und ausdrucksstark ertönt Musik der Bläser. Alle erwachsenen Teilnehmer des Landesgemeinschaftstages werden auf das Fest eingestimmt. Die Kinderschar hatte einen anderen Treffpunkt für ein ihnen angepasstes Programm. Das erste Wort fällt. Es lautet: Dank. “Dank an die Gastgeber, die Gemeinde der Heiligen-Geist-Kirche in Rostock…”“Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem” (Römer 12,21).
Das ist eine wesentliche Voraussetzung für gelingende Beziehungen. Und darum ging es beim
Landesgemeinschaftstag am 08.Mai 2011 in Rostock.
“Schwiegermütter gehören nicht zum Bereich des Bösen. Man kann sich auf sie freuen.” Dieser Gedanke kam im Anspiel der Studenten und Mitarbeiter des Gnadauer Theologischen Seminars Falkenberg und auch in der Predigt von Landesbischof Dr. A. v. Maltzahn aus Schwerin vor. Es gibt aber Situationen, die Widerstand notwendig machen. Manches Übel fängt mit unscheinbaren Kleinigkeiten an. Menschen wünschen sich, geliebt zu werden. Das ist selbst in einer Ehe bzw. Familie wie auch in Gemeinden so.
Aber: Wo ist es in Gemeinden geboten, zu widerstehen? Z.B. in Konflikten, Versuchungen, Vergleichen, Konkurrenzdenken. Bedenken wir: Auch wir leben von Barmherzigkeit! Beziehungen gelingen, wenn wir gut verwurzelt sind in Gott, in Jesus Christus – wenn wir die Hauptsache die Hauptsache sein lassen. Dieses sind einige Gedanken aus der Predigt von Dr. A. v. Maltzahn.
In der Mittagspause gab es verschiedene Angebote – nicht nur zum Essen. Noch wertvoller waren die Begegnungen mit vielen liebgewordenen bekannten und auch bis dahin unbekannten Menschen. Manche trifft man nur einmal im Jahr. Es gab Möglichkeiten zu angeregten und vielseitigen Gesprächen, Informationen vom persönlichen und gemeindlichen Ergehen.
Wie auch am Vormittag ging es am Nachmittag eingangs heiter ins Programm. Wir hörten einen beeindruckenden Erlebnisbericht. Es gibt Situationen, in denen wir ungerecht behandelt werden, nur weil wir Christen sind. Da würde man am liebsten …
Beziehungen gelingen, wenn das Böse und der Böse überwunden werden. Pastor Harry Moritz aus Warnemünde sprach davon, dass wir nicht beauftragt sind, einander zu erziehen. Das ist unsere Aufgabe an unseren Kindern! Wir sind beauftragt, einander Wert zu schätzen und zu bejahen, zu unterstützen und zu ergänzen. Wir – als Familie Gottes – sind aufeinander angewiesen.
Wer DU größer schreibt als ICH, der praktiziert gelingende menschliche Beziehungen. Liebende leben von der Vergebung. Das hat zur Folge, Feindschaft und Misstrauen werden überwunden. Vergebung ist das Schmieröl für ein gutes Miteinander. Man kann sie nicht einfordern! Wer vergeben kann, reißt Mauern nieder und baut Brücken. Das hat Jesu für uns getan! Von ihm gilt: “Halt dich an mir fest!”
Geht hinein in den Alltag und bleibt verwurzelt in Jesus Christus. So wurden wir verabschiedet.
Im nächsten Tagesabschnitt konnte noch einmal praktiziert werden, wie man Beziehungen stärken kann. Bei Kuchen und Getränken war viel Gelegenheit zum Austausch. Die Eltern bekamen nach einem Kinderprogramm ihre Sprösslinge fröhlich zurück.
Das ist noch nicht alles! Es ist ganz großartig, wie schon menschliche Beziehungen gelingen können. Noch viel mehr bedeutet uns die Beziehung zu Jesus, die er selber gestiftet.
Herzlichen Dank an alle fleißigen Mitarbeiter, die diesen Tag vorbereitet, gestaltet und noch aufgeräumt haben!
Dorothea Neumann, Ludwigslust



